25.08.2020 / Artikel / /

Nein zur Begrenzungsinitiative

Auch die Landwirtschaft würde leiden!

Wir lesen in letzter Zeit viel über die Folgen der Kündigung der Personenfreizü­gigkeit mit der EU, über die Reisefreiheit, den Handel und die Bildung, die stark beeinträchtigt sind bei einem Ja zur Begrenzungsinitiative.

Doch auch die Landwirtschaft würde die negativen Folgen einer Annahme heftig zu spüren bekommen. Denn auch das Landwirtschaftsabkommen mit der EU steht auf dem Spiel. Es bietet uns und der Landwirtschaft viele Vorteile.

So wurden zum Beispiel die grenztierärztlichen Kontrollen zwischen der Schweiz und der EU abgeschafft, was den Handel mit Nutztieren vereinfacht. Alle tierischen Lebensmittel wie Käse, Fleischspezialitäten, Eier und Honig können ohne Gesundheitsbescheinigungen ausgeführt werden. Aber auch die Ursprungsbezeichnungen geschützter Agrarprodukte und Lebensmittel sind gegenseitig anerkannt.

Die EU ist auch im Bereich Agrarprodukte die mit Abstand wichtigste Handelspartnerin der Schweiz! Laut Bundesamt für Landwirtschaft gingen im Jahr 2018 5,9 Mrd. CHF oder 58% der Schweizer Agrarausfuhren in die EU, während 9,4 Mrd. CHF oder 75% der Schweizer Agrareinfuhren aus der EU stammten.

Seit 2007 haben die Schweizer Agrarausfuhren in die EU um 15% zugenommen. Die Liberalisierung der Bereiche Saatgut, Pflanzenschutz und Futtermittel senkt zudem die Produktionskosten.

Somit lohnt es sich nicht nur für Gewerbetreibende, Studenten, Forscherinnen und die Industrie, ein starkes Nein zur Kündigungsinitiative in die Urne zu legen. Auch Landwirte und Bäuerinnen stimmen mit Vorteil NEIN.