27.04.2017 / Leserbrief / Familie & Gesellschaft / ,

Die Wohnraum-Initiative verfolgt den falschen Ansatz

Die Jungen Alternativen und die Juso Zug wollen den Kanton und die Gemeinden verpflichten, bis in 20 Jahren einen Anteil von 20% an preisgünstigen Wohnungen bereit zu stellen.

Gemäss den Initianten ist eine Wohnung dann preisgünstig, wenn sie nach den Grundsätzen des preisgünstigen Wohnbaus oder der Kostenmiete vermietet wird. In der kantonsrätlichen Debatte konnte mit eindrücklichen Zahlen belegt werden, dass der Anteil an preisgünstigen Wohnungen im Kanton Zug bei 27% liegt und das Ziel der Initiative damit heute schon erreicht ist.Trotz diesem hohen Anteil an preisgünstigen Wohnungen, ist der Bedarf an günstigem Wohnraum ungebremst. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem.

Unser prosperierender Kanton ist für hier Beheimatete und Zugezogene äusserst attraktiv. Der Boden ist ein rares Gut. Es müssen deshalb Anreize (nicht staatlicher Zwang) geschaffen werden, den Boden der Spekulation zu entziehen. Wohnbaugenossenschaften oder Korporationen brauchen gute politische Rahmenbedingungen, damit sie in den preisgünstigen Wohnbau investieren. Diese guten Bedingungen sind mit dem Wohnbauförderungsgesetz gegeben, was sich an den rund 1800 neu erstellten preisgünstigen Wohnungen zeigt. Die Wohnraum-Initiative setzt Vorgaben, die heute schon erfüllt sind, ist nicht durchdacht und einschränkend. Ich lehne sie aus Überzeugung ab.

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