04.09.2017 / Leserbrief / / , ,

JA zur AV 2020 – auch zum Wohle der jungen Generation

Anna Bieri, Kantonsrätin, CVP Hünenberg

Während meiner sieben Jahre im Zuger Kantonsrat habe ich gelernt, dass bei Parlamentsentscheiden nur dann Lösungen gefunden werden, die bei einer Volksabstimmung Bestand haben, wenn alle bereit sind, von ihren eigenen Idealvorstellungen etwas abzurücken und Hand zu Kompromissen zu bieten. Die Vorlage zur eidgenössischen Abstimmung über die Altersvorsorge ist ein solches Beispiel. Ich bin mir bewusst, dass auch wir Junge einen Beitrag leisten müssen, wird doch gleichzeitig die Generation meiner Eltern ihren Teil zur Sicherung der Vorsorge beizutragen haben. Eine Reform, die niemandem weh tut, gibt es nicht. Wenn nun die Gegnerschaft mit dem Slogan «Ungerecht für Jung und Alt» wirbt, so offenbart sie ihre Unfähigkeit oder wohl eher den mangelnden Willen, den Geist eines Kompromisses zu verstehen. Dieser reisserische Slogan ist widersinnig, irreführend und entbehrt jeglicher Logik.

Ein Nein an der Urne führt gezwungenermassen dazu, dass die dringenden Reformen nicht nur zeitlich um Jahre verzögert werden und die junge Generation dadurch weiterhin massiv bei der zweiten Säule an die Pensionierten zahlt. Auch fehlen der ersten Säule in wenigen Jahren die Mittel für eine längerfristige sichere Finanzierung. Dies ist weder im Sinne der verfassungsmässigen Zielsetzung und es ist schon gar nicht im Interesse der jungen Generation. Bis zum Jahre 2050, wenn ich frühestens ins AHV-Alter kommen werde, sind noch mehrere Revisionen der Altersvorsorge nötig, damit auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen reagiert werden kann. Lösen wir deshalb heute und nicht übermorgen die dringenden Fragen. Wir schaffen das, wenn Jung und Alt zur Altersvorsorge am 24. September JA sagen.

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